Architekten

& Künstler

Josef Bachem

Sein künstlerischer Geist und seine kindliche Frömmigkeit ließen ihn jene nüchterne Form vermeiden, die vielfach an anderen modernen Kirchen bemängelt wird.

Otto Bartning

Die Notkirche entwickelte ihr eigenes stilles Gesetz …. So mußte Stein hier unverputzter Stein, Holz gewachsenes Holz und Stahl unverkleideter Stahl sein.

Dieter Georg Baumewerd

Dieter Georg Baumewerd (1932-2015) studierte u. a. bei Rudolf Schwarz und verwirklichte als selbständiger Architekt namhafte Kirchenbauten, darunter 2001 die Apostolische Nuntiatur in Berlin.

Hermann Baur

Die ersten Jahre unseres Architekturstudiums sahen wir uns zu Füßen von Palladio, Schinkel und Blondel sitzen (…). Dann aber erlebten wir den gewaltigen und gewaltsamen Aufbruch des neuen Bauens.

Dominikus Böhm

Ich baue, was ich glaube. – Dominikus Böhm Dominikus Böhm wurde am 23. Oktober 1884 im schwäbisch-bayrischen Jettingen an der Mindel geboren.

Gottfried Böhm

„Ein Gebäude ist für den Menschen Raum und Rahmen seiner Würde, und dessen Äußeres sollte seinen Inhalt und seine Funktionen reflektieren.“

Albert Boßlet

In dem Hasten und Treiben, in dem nervösen Tempo unserer Zeit muß der Kirchenraum mehr denn je durch große Einfachheit, Raumruhe und Raumstimmung zu innerer Ruhe und Einkehr führen.

Theodor Burlage

Jeder, der in der heutigen Welt mit beiden Füßen als Christ steht, fühlt, daß die heutige christliche Kunst, die heutige Kirche (als Bauwerk, als Raum) ihm nur dann viel zu geben vermag, wenn er immer wieder spürt, wie sie ein echtes Kind der Zeit ist.

Hubert Distler

„In dem Raum zwischen Bild und Betrachter entsteht das religiöse Bild.“

Hubert Distler

Heinz Döhmen

Heinz Döhmen, 1927 in Korschenbroich geboren, studierte an der TH Aachen bei Hans Schwippert Architektur. Nach seinem Diplom arbeitete er ab 1956 als freier Architekt in Viersen und Mönchengladbach und wurde 1959 Mitglied im Deutschen Werkbund NW.

Reinhold Ewald

Ewalds expressives künstlerisches Schaffen gehört zu den interessantesten modernen Positionen der Kunst im Rhein-Main-Gebiet.

Jo Filke

Der Architekt Jo Filke (1924-2001) wurde bekannt durch seine dynamischen Kirchenraumkomzepte, bei denen er die Wand als formbare Schale auffasste.

Meinhard von Gerkan

Ich wollte ganz entschieden und ohne zu zögern eine Kirche bauen. – Meinhard von Gerkan zum Christus-Pavillon im Gespräch mit Horst Schwebel (Geometrie der Stille, 2002).

Christof Grüger

„Ich habe versucht, diese Farben zu erwischen, meine Hände wurden dabei blau und rot. Das hat mich erstaunt. So fing es an.“

Friedhelm Grundmann

Schon bei meinen Kirchen hieß es immer: ‘Das ist das Zelt, das Schifflein Christi’. Ich habe dann nur geantwortet: ‘Es könnte auch ein Fisch sein. Vielleicht eine Flunder?’ – Friedhelm Grundmann über Deutungsversuche zu seinen Kirchenbauten (Interview 2014)

Gustav Gsaenger

Gustav Gsaenger, geboren 1900 in München, baute zahlreiche, fast ausnahmslos protestantische Kirchen in ganz Deutschland. Zu seinen Lehrern zählte German Bestelmeyer.

Olaf Andreas Gulbransson

Olaf Andreas Gulbransson, 1916 in München geboren, ist der Sohn des aus Norwegen stammenden Karikaturisten Olaf Gulbransson (1873-1958) und der österreichischen Schriftstellerin Grete Gulbransson (1882-1934), geborene Jehly.

Otto Herbert Hajek

Die symbolische Kraft von Gesten, also Kunst, verändert das Bewußtsein von Wirklichkeit. Durch künstlerische Arbeit werden Zeichen einer humanen Gesellschaft gesetzt, die über die Endlichkeit hinausweisen und Hoffnung stiften.

Helmut Hentrich

Auf die weltweite Anerkennung, die Helmut Hentrich und seine Partner seit dem Bau des Düsseldorfer Dreischeibenhauses genossen, folgten weitere Aufträge und Projekte, die anderen Architekten als Vorbild und Muster galten.

Hans Herkommer

Hans Herkommers Bauten, insbesondere auch die katholischen Kirchenbauten, … changieren auf eine geradezu programmatisch anmutende Weise zwischen Moderne und Tradition.

Bernhard Hopp

Bernhard Hopp wurde am 28. Oktober 1893 in Hamburg geboren, wo er am 18. September 1962 im Alter von 68 Jahren verstarb. Nach einer Malerlehre hatte er 1919 die Kunstgewerbeschule der Hansestadt besucht.

Gisberth Hülsmann

Nichts muss nachgefragt werden, alles ist verständlich. Alles gehört dazu, nichts ist zuviel. – Gisberth Hülsmann über das Prinzip der Reduktion (Pantle 2015, 1982)

Richard Jörg

Die Besonderheit eines solchen Kirchenraumes liegt für mich darin, daß er kein indifferenter Versammlungsraum ist, sondern ein Raumorganismus mit über- und untergeordneten Raumgliederungen.

Lothar Kallmeyer

„Ich bezeichne diesen Aufstand gegen die Glätte und den Technizismus in vorläufiger Ermangelung eines allgemein verbindlichen Ausdrucks als ‘Neue Plastizität’.“

Klaus Kaufmann

So möge die umgebaute Kirche zum Haus der Gemeinde werden (…). Das Haus möge von der Gemeinde mit Leben erfüllt und selbst Raum für Lebenshilfe werden, wo keine Zerstörung im Winkel sich mehr einnisten kann.

Johannes Krahn

Am 17. Mai 1908 in Mainz geboren, absolvierte Johannes Krahn bis 1929 in Offenbach, Aachen und Köln sein Studium, das er mit dem Ingenieur im Hochbau abschloss. Als Meisterschüler von Dominikus Böhm lernte er dabei intensiv die Reformströmungen im katholischen Kirchenbau kennen.

Dirk-Erich Kreuter

Dirk-Erich Kreuter, geb 23.5.1933 in Hannover, besuchte die Technische Hochschule Braunschweig, wo er einen Diplomabschluss im Fachbereich Architektur, Abteilung Bauwesen erwarb. Er baute vorwiegend Kirchen im Braunschweiger Raum und arbeitete zeitweise zusammen mit Friedrich Berndt sowie mit Ulrich Hausmann.

Michael Kurz

Michael Kurz (1876-1957) gehört zu jenen süddeutschen Kirchenbaumeistern, die den Wandel vom Historismus zu Moderne aktiv begleiteten und in eine eigene sakrale Formensprache überführten.

Otho Orlando Kurz

Otho Orlando Kurz, geb. 1881 in Florenz, verstorben 1933 in München, erbaute mit seinem Kompagnon Eduard Herbert im süddeutschen Raum vor und nach dem Ersten Weltkrieg fünf Kirchen, die exemplarisch den Weg der Sakralarchitektur vom historisierenden Bauen zu Expressionismus und Neuer Sachlichkeit nachzeichnen.

Gerhard Langmaack

Eine schlechte Zeichnung und eine ungekonnte Schrift sind ebenso zu verdammen wie eine ungekonnte Liturgie und eine gehaltlose Predigt. – Gerhard Langmaack über den Wert gekonnter Arbeit (Kirchenbau heute 1949)

Josef Lehmbrock

Der Architekt bestimmt nicht die Form, er ist lediglich der Geburtshelfer für das Entstehen derjenigen Form, die sich aus den Bedingungen der jeweiligen Zeit ergibt.

Otto Linder

.. lässt sich die Kirchenbaugeschichte seiner Zeit fast lückenlos an seinem Lebenswerk ablesen, da er – abgesehen von den letzten Jahren des 2. Weltkriegs – nahezu fünf Jahrzehnte durchgehend bauen konnte.

Andreas Meck

Meine Architektur ist unaufgeregt. – (Andreas Meck) Andreas Meck, 1959 in München geboren, studierte von 1979 bis 1985 an der TU München Architektur und ging im Anschluss mit einem DAAD-Stipendium an die AA London.

Günther Mönke

Günther Mönke (geb. 1923) arbeitete und wirkte vor allem im Saarland. Neben seiner Lehrtätigkeit an der HTW Saarbrücken entwarf er Wohnbauten, kommunale Bauten sowie Kirchen und Gemeindezentren.

Otto Müller-Jena

Otto Müller-Jena (1875-1958) schuf vor allem großzügige Villen und stadtbildprägende Profanbauten in Köln und im rheinisch-westfälischen Industriegebiet. Mit der Gladbecker Kirche Heilig Kreuz hinterließ er einen bedeutenden Kirchenbau an der Grenze zwischen Historismus und Moderne.

Dieter Oesterlen

„Am Schluß muß ich erwähnen, daß ich zeitlebens immer wieder mit historischen Bauten konfrontiert war, die es zu restaurieren oder mit neuem Leben zu erfüllen galt.

Günter Pfeifer

„Immer aber geht es um einfache, sinnlich erfassbare und atmosphärereiche Bauwerke von Eigenart und Schönheit, die in die natürliche und kulturelle Umgebung eingebettet sind.“

Friedrich Press

Friedrich Press’ (1904-1990) Werke regen an und die Menschen regen sich auf – das ist genau das, was er mit seinen abstrakten Arbeiten erreichen wollte.

Friedrich Pützer

Friedrich Pützer (1871-1922) kann zu jener Generation gezählt werden, die um 1900 die Baukunst allmählich aus dem stilfokussierten Historismus in die Moderne geleitete, ohne gänzlich auf traditionelle oder heimatverbundene Anklänge zu verzichten.

Reinhard Riemerschmid

Es darf nicht verschwiegen werden, daß es uns heute schwer fällt, richtige Kirchen zu bauen, das heißt solche, die für die Gegenwart so gültig sein können wie für morgen.

Herbert Rimpl

Hauptsächlich aufgrund seiner exponierten Stellung im nationalsozialistischen Bauschaffen bekannt, zeigt sich gerade in Rimpls Werk die für seine Architektengeneration charakteristische Ambivalenz zwischen architektonischer Modernität und politischer Fügsamkeit.

Sep Ruf

Franz Josef Sep Ruf lebte von 1908 bis 1982 in München. Als bedeutender Architekt der Nachkriegsmoderne und der Bonner Republik errichtete er Bauten wie den Kanzlerbungalow in Bonn, den deutschen Pavillon auf der Weltausstellung 1958 in Brüssel und die Kirche St. Johann von Capistran in München.

Hans Schädel

Hans Schädel hat sich nie zu unangemessenen Experimenten verleiten lassen, sich nie zu sehr auf die Technik verlassen

Fritz Schaller

Traditionalist aus Überzeugung – Fritz Schaller über sein Werk (zitiert nach: Gebauer, 462) Fritz Schaller wurde am 29. Mai 1904 in Berlin geboren. Nach seinem Studium an der TH Karlsruhe arbeitete er zunächst bei der Preußischen Hochbauverwaltung.

Hans Schilling

Hans Schilling wurde 1921 in Köln geboren, wo er 2009 auch verstarb. Als Siebzehnjähriger absolvierte er eine Bauzeichnerlehre im Büro des Kölner Architekten Karl Band. Mit Band arbeitete er ab 1945 auch in der kriegszerstörten Stadt an bedeutenden Wiederaufbau- und Neubauprojekten. Schilling zählt zudem zu den bedeutendsten Kirchenbaumeistern der Nachkriegsjahre.

Paul Schneider-Esleben

Paul Schneider-Esleben (1915-2005) sollte trotz – oder wegen? – seiner vielbeachteten Düsseldorfer Rochuskirche (1955) nur wenige Sakralbauten verwirklichen.

Joachim und Margot Schürmann

bei aller Sachlichkeit niemals kühl, sondern eher poetisch – (Manfred Sack über das Werk des Architektenehepaars Schürmann) Joachim (geb. 1926) und Margot Schürmann, geb. Schwilling (1924-98) lernten sich während des Architekturstudiums kennen.

Maria Schwarz

Unsere Bauten sind unsere Kinder. – Maria Schwarz gegenüber Annette Krapp über das gemeinsame Werk mit Rudolf Schwarz Die am 3. Oktober 1921 in Aachen geborene Maria Lang studierte in ihrer Heimatstadt ab 1941 Architektur.

Rudolf Schwarz

Es ist ein ergreifender Anblick, wenn ein Baumeister endlich, endlich seinen Glaswürfel bekommt, mag auch der Vorwand dazu ein Fabrikbau sein, und es ist beruhigend und beinahe metaphysisch notwendig, wenn es ihm von oben hereinregnet und das Ganze als Treibhaus funktioniert.

Hans Schwippert

Ich versuchte, die Gemeinde in der Nähe des Altars zu versammeln.
– Hans Schwippert

Emil Steffann

Emil Steffann (1899-1968) gehört zu den bedeutendsten katholischen Kirchbauarchitekten der Nachkriegszeit. Als Sohn eines Arztes in Bethel besuchte er nach dem Krieg Bildhauerklassen in Bielefeld und Berlin und fasste 1921 nach Aufenthalten in Rom und Assisi den Entschluss, Architekt zu werden.

Helmut Striffler

Mein Ansatz ist die Befreiung der Gestalt [und] Lichtführung meine Kunst der Raumbildung – Helmut Striffler, zitiert nach Karin Leydecker Helmut Striffler wurde am 1. Februar 1927 in Ludwigshafen am Rhein geboren.

Ottokar Uhl

„Nicht das großartige selbständige Auftrumpfen, sondern die Anerkenntnis des Ortes und des Vorgefundenen, allerdings auch die dann eingreifende Transformation lassen sich bei Uhl jederzeit sowohl bei den kleinen Kapellenprojekten als auch bei den größeren Anlagen wie in Karlsruhe – Neureut nachweisen.“

Martin Weber

Wenn Sie ein guter Architekt werden wollen, müssen Sie vor allem Praktiker werden. – (Martin Weber über seine Berufsauffassung) Der 1890 in Frankfurt am Main geborene Martin Weber absolvierte eine handwerkliche Ausbildung und besuchte anschließend die Bau- und Kunstgewerbeschule in Offenbach.

Peter Weeck

Das war mein schönstes Objekt, so etwas ist mir nie wieder passiert. – Peter Weeck, 2015 im Gespräch über die Leipziger Kirche St. Gabriel Geboren im Jahr 1937, absolvierte Peter Weeck seine Architektenausbildung in Halle an der Hochschule für industrielle Formgestaltung auf Burg Griebichenstein.

Josef Theodor Wiedemann

Alle Fragen der Gestalt führen zu den Grundlagen unseres Lebens. – (Josef Wiedemann 1972 in seiner Publikation „Ornament heute“) Josef Theodor Wiedemann wurde am 15. Oktober 1910 in München geboren und stammt aus einer Bauern- und Handwerksfamilie.

Peter Zumthor

Wir leben an sich die Geschwindigkeit. Und mit einem Mal müssen wir wieder ein Gefühl bekommen für die Langsamkeit und die Ruhe und das ist das gleiche beim Licht und der Dunkelheit. Im Moment wird alles immer mehr beleuchtet und beleuchtet und beleuchtet.